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Wasserdichte Smartphones – was bedeuten die Schutzklassen?

UMIDIGI SmartphonesEin Wasserschaden ist der Albtraum für jeden mit einem Smartphone. Da ein Wasserbad häufig einen Totalschaden verursacht, gehen auch die gespeicherten Daten in so einem Fall verloren. Das ist besonders ärgerlich, wenn es sich um unersetzliche Erinnerungen in Form von Fotos handelt. Einige Hersteller von Smartphones versprechen, dass sie ihre Modelle gegen solche Unfälle schützen können. Dafür werben die Hersteller mit sogenannten IP-Schutzklassen. Aber was versteckt sich eigentlich genau hinter diesen Schutzklassen?

Welche Schutzklassen gegen Wasserschäden gibt es eigentlich?

Wasserdichte Smartphones - was bedeuten die Schutzklassen?Ob Ihr Smartphone wasserdicht ist, können Sie zum Beispiel an den folgenden Bezeichnungen erkennen:

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  • IP67
  • IP68

Die Abkürzung IP steht für „International Protection“. Manchmal wird die Abkürzung auch als „Ingress Protection“, also auf Deutsch dem Schutz gegen Eindringen, verstanden. Verantwortlich für die Vergabe der Klassifizierung ist die IEC (Internationale Elektrotechnische Kommission). Die beiden Zahlen hinter der Abkürzung kennzeichnen die genaue Schutzklasse. Dabei stehen sie für zwei unterschiedliche Dinge:

Erste Ziffer der Kennzeichnung Zweite Ziffer der Kennzeichnung
Gibt an wie widerstandsfähig das Smartphone gegen das Eindringen von festen Fremdkörpern ist (zum Beispiel Sand oder Staub) Gibt an wie widerstandsfähig das Smartphone gegen das Eindringen von Wasser ist, es wird zwischen diesen drei Begriffen unterschieden:

  • wasserabweisend
  • wasserresistent
  • wasserfest

Hinweis: Die Angaben beziehen sich in allen Fällen auf ein korrekt geschlossenes Smartphone.

Was bedeuten die verschiedenen Ziffern?

Die beiden Kennziffern der Schutzklassen werden nach den folgenden Kriterien vergeben:

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Wert der Ziffer Feste Fremdkörper (erste Ziffer) Wasser (zweite Ziffer)
X nicht getestet nicht getestet
0 es besteht kein Schutz es besteht kein Schutz
1 das Eindringen von Fremdkörpern mit einem Durchmesser ab 50 mm und der Zugang mit dem Handrücken werden verhindert tropfwasserdicht
2 das Eindringen von Fremdkörpern mit einem Durchmesser ab 12,5 mm und der Zugang mit einem Finger werden verhindert geschützt gegen fallendes Tropfwasser
3 das Eindringen von Fremdkörpern mit einem Durchmesser ab 2,5 mm und der Zugang mit einem Werkzeug werden verhindert geschützt gegen fallendes Sprühwasser
4 das Eindringen von Fremdkörpern mit einem Durchmesser ab 1 mm und der Zugang mit einem Draht werden verhindert geschützt gegen Spritzwasser
5 das Eindringen von Staub in nicht schädigender Menge und alle Berührungen werden verhindert geschützt gegen Strahlwasser
6 das Eindringen von jeglichem Staub und alle Berührungen werden verhindert Geschützt gegen starkes Strahlwasser
7 / geschützt gegen kurzzeitiges Untertauchen (bis zu 30 Minuten in Wasser von einem Meter Tiefe)
8 / geschützt gegen dauerhaftes Untertauchen (in Wasser von anderthalb Metern Tiefe)
9 / geschützt gegen Hochdruck- oder Dampfreinigung

Hinweis: Die Klassifizierung bezieht sich immer nur auf das Eindringen von Wasser. Andere Flüssigkeiten können durch unterschiedliche physikalische Eigenschaften unter Umständen trotzdem eindringen. Auch Salzwasser wird in der Regel nicht getestet.

Was können doppelte Angaben bedeuten?

Auf manchen Verpackungen von Smartphones finden sich auch doppelte Angaben von Schutzklassen. Ein Beispiel dafür ist die Kennzeichnung IP65/68. In diesem Fall ist das Smartphone gegen leichtes Strahlwasser und dauerhaftes Untertauchen geschützt ist. Bei starkem Strahlwasser kann aber unter Umständen ein wenig Flüssigkeit eintreten. Der Hersteller hat dann meist nicht getestet, wie sich das Handy bei starkem Strahlwasser verhält.

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Was sind Outdoor Smartphones?

Outdoor Smartphones sind besonders robuste Geräte, die gegen eine Vielzahl von Umwelteinflüssen geschützt sind. Dazu zählen Stürze, aber auch das Eindringen von Wasser. Sie haben hierfür besondere Dichtungen. Gegenüber normalen Smartphones können Sie einige Vorteile, aber auch Nachteile aufweisen. Die folgende Liste fasst die wichtigsten Punkte zusammen:

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Vor- und Nachteile von Outdoor Smartphones

  • besondere Dichtungen schützen vor Wasser
  • robuste Gehäuse verhindern Sturzschäden
  • die Akkulaufzeit ist meist besser
  • sie sind meist mit hochauflösenden Kameras ausgestattet
  • zusätzliche Features sind in unbekannten Gegenden vorteilhaft (zum Beispiel Kompass, GPS oder Wärmebildkamera)
  • meist klobigeres Gehäuse
  • je nach Modell etwas teurer

Fazit – Die Schutzklassen zeigen die Belastbarkeit der Smartphones

Vor dem Kauf eines Smartphones sollten Sie sich immer überlegen, welchen Belastungen Ihr Gerät wahrscheinlich ausgesetzt sein wird. Die Schutzklassen können Ihnen dann bei der Auswahl eine Orientierung bieten. Wer sein Smartphone mit auf einen Abenteuerurlaub nehmen möchte, sollte sich für ein Outdoor Smartphone entscheiden. Für die meisten Nutzen reichen aber normale Smartphones mit einer geringeren Schutzklasse.

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Bildnachweise: Adobe Stock / Lia Aramburu, Amazon/ UMIDIGI

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